IMG_0723…und wahrnehmen. Etwas das uns abhanden gekommen “wird”. Wir werden generalisiert, haben Normen zu entsprechen und sollen uns eigentlich nicht mehr fühlen. Das hoch ziehen der Schultern lenkt gerne von wirklichen Empfinden ab, sorgt für Verkrampfungen nicht nur körperlich. Wenn wir lernen, unsere Gefühle und Empfindungen wieder zu spüren und vor allem auch äußern zu dürfen, sind wir in der Lage, zufriedener und glücklicher zu werden. Uns fehlen dazu auch manchmal einfach die Worte, kaum eine Sprache wie die unsere hat so eine Vielfalt an Synonymen. Eine Empfindung, einen Seelenzustand, ein Gefühl zu beschreiben kannst du wieder lernen. Individuell sein, außerhalb der Normen, ausgelassen, verrückt, freudig, erwartend, erwachend, frohlockend, fühlend, spürend, wahrnehmend, heilend, emotional, annehmend und vieles mehr, das kannst und darfst du sein. Wenn auch manche Beschreibung seltsam anmutet…so lernt das Gegenüber dich dennoch neu zu verstehen. Häufig stellen Therapeuten diesbezüglich spannende Frage nach Farben und Formen, stell sie dir einfach mal selber.

“Heute bin ich irgendwie eckig und dunkelbraun, ich kann´s nicht so richtig in Worte fassen…”

“Ich weiß nicht, manchmal habe ich das Gefühl es ist so laut in mir, ich höre mich selber nicht mehr…”

“Ich könnte heute schreien, alles läuft immer schief…..verstehst du sicher nicht”

“…ich bei heut echt eckig und grün, wenn man´s riechen könnte wäre es modrig und still…das klingt für dich sicher merkwürdig”

“Boar, heut brummt mir der Kopf, das fühlt sich an als hätte ich ein eisernes Echo im Oberstübchen, das kannst du sicher nicht begreifen”

….OH doch….es sind alles Bilder mit dem wir uns eine ungefähre Vorstellung machen  können. Alles kann einer Beschreibung dienen um zu verstehen was das Gegenüber uns sagen will oder wir ihm. Und was willst du sagen?

Bediene dich der Möglichkeiten, lasse Farben, Formen, Gerüche, Töne, Höhen und Tiefen sprechen um physisches und psychisches auszudrücken.
Nebenbei kann es lustig enden wenn du sagst: “mir ist heute lila, ganz oben, hohl und synchronisiert im Dreivierteltakt.”  :)

Namasté

Ute Schmitz
Yogalehrerin