Werkzeuge

Werkzeuge

…und was uns alles zur Verfügung steht.

Erst einmal, was heisst eigentlich ENT-Wicklung? Scheinbar ist es das Gegenteil von VER-Wicklung. Im Sprachgebrauch kennt man auch “schief gewickelt sein”

 

 

 

Wir als Lebewesen werden täglich von neuen Impulsen geprägt. Inspirationen, Erziehung, Ansichten anderer…..und heut zu Tage besonders durch die Medien.
Also werden wir täglich ein Stück mehr zu UNS. Dieser Prozess endet im Grunde nie.
Wenn man in seinem Sein nun besonders schnell verletzbar ist, gerne negativen Gedanken anhaftet, immer nur das schlechte sieht, so kann man sich mit verschiedenen “Werkzeugen” stärken und mehr bei sich ankommen.
Ein wichtiger Aspekt der eigenen Entwicklung. Wir lassen uns weniger durch äußere Umstände verwickeln.
Zu solchen Themen gibt es massenhaft “Spiri”-Karten, Essenzen, Heilsteine, Symbole, Bücher, Seminare, Coaching, Workshops, Rituale und vieles mehr, in denen man vermittelt bekommt, wie man sich von den Handlungen & Meinungen anderer distanziert. Die Welt, das eigene Umfeld  und sich betrachtet. Auch im Yoga gibt es dazu sehr viele Anregungen.
Doch was sehr verbreitet ist, manchmal auch mich mitreisst, sind die Überangebote. Es gibt mittlerweile kaum noch ein Angebot, welches marketingstrategisch NICHT einen Punkt in uns triggert, in dem wir uns finden. Wo man hinschaut, liest, hört….viele Angebote sprechen uns an als wären sie durch eine Glaskugel erstellt worden.
Das führt zu einem unglaublichen Wissen, sofern man einige dieser Angebote nutzt, über die verschiedensten Werkzeuge, um leichter Sein zu können.
Ich weiß selber nicht, wie viele Bücher ich über solche Themen habe, wie viele Workshops ich besucht oder Berichte ich gelesen habe. Input, Input, Input….
Doch an manchen Tagen überfällt auch mich immer noch die eine oder andere Situation mit der Sturmhaube und dem Maschinengewehr.
Dann bin ich sauer, verzweifelt, kraftlos, traurig, enttäuscht oder was auch immer “the hell” zu bieten hat.
AAAAABER….das macht ja nichts, denn ich weiß ja, welche Werkzeuge es gibt um da wieder raus zu kommen……

Denkste…..! Da steh ich vor meinem “Werkzeugkoffer” und denk “….shit…was nimmste denn nu?!” Ich greife nach allem Werkzeug und das ist so dermaßen schwer…die Ausstattung einer Autoschrauberei ist nix dagegen.
Klassischer Fall von zu viel. Womit anfangen, womit aufhören. Zu guter letzt kommt dann der Kopf, der bockig wird und sagt “dann WILL ich jetzt eben einfach diese sch….. Situation ausleben und schreien, schmollen, weinen oder was auch immer”

Eines hat mir diese Form MEINER Entwicklung gezeigt. Wenn du etwas gefunden hast, was dir hilft, so bleib ihm treu und lass dich nicht durch Übereifer oder Neugierde verwirren. Meine Werkzeuge sind daher nur noch einige wenige.
Das hat auch zur Folge, dass ich neue Bücher nicht unbedingt zu Ende lese, viel eher die Inhalte hinterfrage und versuche, sie mit mir abzustimmen. Workshops achtsam verfolge und wie in einem Supermarkt, nur das mit zu nehmen, was ich wirklich brauche… :) ok, der Vergleich kann hinken wenn man hungrig einkaufen geht…dennoch…ich versuche es.
Mittlerweile habe ich viele Newsletter abgemeldet, das Rad kann nicht täglich neu erfunden werden durch angeblich optimierte Techniken. Und die Masse erst….wann soll man das auch alles lesen? 50 Tabs am Rechner offen weil doch was dabei sein könnte….Nix da. Alles dicht gemacht und, oh Wunder, die Erde dreht sich genau so oder gar besser weiter. :)

In diesem Sinne….leicht machen, die Essenz nehmen aus vielem und locker bleiben auch wenns mal einfach doof ist, Mitmenschen helfen gerne, wenn das Loch zu tief scheint oder du merkst selber, dass die Sonne deine Nase kitzelt und man mag sie wieder ganz sehen :)

Namasté

Ute Schmitz
Yogalehrerin