ZufriedenheitGestern kam ich mit meiner Freundin auf das Thema Fasten, was nur logisch ist wenn der Karneval heute am 10.02.2016 von der Fastenzeit abgelöst wird.

 

 

 

 

Fasten, ja, ein großes Thema. Heutzutage reicht dieses Wort nicht einmal, wir “detoxen” uns mit “challenges” durch die Welt.

Fasten hat natürlich auch etwas mit entgiften zu tun, auf körperlicher Ebene und gestern haben wir festgestellt, wie wichtig das Fasten, Lösen, Entgiften auch auf materieller und emotionaler Ebene ist. Und wir stellten fest, dass genau das die wenigsten mit einschließen, nun auch noch vorgegebenen Zeitpunkt, um uns Ostern dann wieder randvoll zu schlagen mit Feiern, Essen und allem was dazu gehört.
Damit waren meine Gedanken jedoch nicht zu Ende….

Im Grunde fehlt uns allen wohl etwas ganz anders….etwas viel wichtigeres. Etwas, dass eine Fastenzeit im Grunde überflüssig machen kann.

ZUFRIEDENHEIT

Wann waren wir das letzte mal wirklich zufrieden mit dem was ist?!
Wir suchen ständig nach Neuem oder reiben uns auf bei:
Begegnungen
Menschen
Berührungen
Geistiger Erfüllung
Geistigem entleeren
Bestätigung von und durch Arbeit, Freundschaft, Partnerschaft, Familie
Sex
Süchte
neues Auto, neue Möbel, neue Kleidung, neue Rezepte, Superfood hier, Gesundheitslösungen da.
Eine bessere Figur, einen schönen Urlaub, die nächste Unterhaltung, den nächsten Kick!
Auf ALLEN Ebenen.
Ich glaube, niemand kann von sich sagen, einen Tag in völliger Zufriedenheit verbracht zu haben. Es gibt immer mindestens eine, wenn auch noch so winzige, Situation oder auch Gedanken, die uns aus der Zufriedenheit reißen.

Wie wäre es also, jetzt in der Fastenzeit einfach einmal wirklich Zufriedenheit wachsen zu lassen anstatt uns zu limitieren, um dies doch wieder anzufüllen.

Bevor wir bedienungslos lieben können, eine so gern auf den Sockel gestellte “spirituelle”  Zielvorgabe,
sollten wir uns einfach in nahezu bedingungsloser Zufriedenheit finden, täglich mehr, im Hier & Jetzt, dann mag das Lieben viel leichter fallen.
Berthold Auerbach sagte einmal:

“Wer nicht zufrieden ist mit dem was er hat, ist auch nicht zufrieden mit dem was er haben möchte”

….könnte was dran sein….zufrieden sein kann bedeuten, keinen Grund zu haben, zu fasten.
Vielleicht entsteht aber auch durch das Fasten eine Zufriedenheit. Wenn dem so ist, ist das elementarste, dies wahr zu nehmen und sie auszubauen! Über alle Zeiten hinweg ins tägliche Hier & Jetzt, ins Glück, in die Selbstliebe die wir uns nicht einreden müssen sondern fühlen und leben.

Namasté

Ute