IMG_5883 … ein großes Thema!
Diese Woche hatte ich einen ganz besonderen Workshop. Ich wurde gebucht für 14 junge Leute, zwischen 18 und 21 Jahren, die ein soziales Jahr leisten. Hut ab für diese Entscheidung!

 

Es war eine Gruppe von 28 Menschen, die 5 mal in diesem praktischen Jahr eine Woche lang ein Thema erleben und planen.
Dieses selbstgewählte Thema war diese Woche “Anti-Stress” und es gab verschiedene Angebote und Workshops. Atemtherapie, Phantasiereisen, Antigewalttraining, etc. und eben YOGA.
Ich war schon sehr gespannt auf diesen Workshop! Bei meinem Intro für meine Gruppe, entschied ich mich erst einmal die jungen Leute über das Thema kennen zu lernen. Auf meine Frage hin, wieso gerade Stress ausgesucht wurde, kamen sehr schnell die Antworten:
“naja…man denkt Schule, Eltern oder Freunde sind stressig…aber wenn man dann mal arbeiten geht….”
Auch die Frage, was genau sie als Stress empfinden, war für mich sehr berührend, was dort als Antworten kam:
“ich bin im Kindergarten und wenn ich dann, eigentlich nur kurz, mit vielen schreienden Kids alleine bin, fühle ich mich überfordert.”
“ich bin im Rettungsdienst und was man dort sieht, nimmt einen schon manchmal mit”
“die schreinden alten Leute im Altenheim können nervenaufreibend sein”

Da saßen nun 14 taffe & coole Menschen vor mir, dir sehr schnell merken, was Arbeitsleben, und dies besonders in sozialen Berufen, wirklich in kürzester Zeit bedeutet.
Das am Veranstaltungsort quasi ein Niemandsland ohne Mobilempfang und gute Internetverbindung herrscht, war zusätzlicher privater Stress.
Bei der Überlegung, dies doch als Ruhemoment zu genießen und einfach nach den Workshops mal NICHT auf etwas reagieren zu müssen, nickten dann irgendwann doch alle ab. Die Erkenntnis, dass sich unsere Erde, ohne SMS, Whatsapp & Co, weiterdreht, rieselte langsam in die entspannter werdenden Schultern. ;)

Alles in allem waren sie nach drei Stunden Yoga, Austausch, Vertiefungen, Erklärungen und Entspannung am Ende so erfolgreich angetan, dass einige sagten, es war der bisher entspannendste Teil dieser Woche.

Was mich besonders erfreut hat, ist die Tatsache, dass alle gleich zu Beginn, nach einer kurzen Erläuterung, mit mir drei mal OM getönt haben.
Wir hatten Spaß, es wurde auch gealbert, doch alle waren mit Begeisterung bei der Sache!

Dafür kann ich nur sagen: 1000 Dank und Namasté

Ute Schmitz
Yogalehrerin